Shigatse Dzong ist der umgangssprachliche Name für die große Festung des Stadtbezirks Samzhubzê im Hochland von Tibet, die als Vorbild für den Potala in Lhasa diente.
Hier regierten bis Mitte des 17. Jahrhunderts die Könige von Tsang, die längere Zeit große Teile Tibets – inklusive Lhasa – beherrschten. Als zu Beginn des 17. Jhs. die Gelugpa mit Hilfe der Mongolen aus Amdo die Vorherrschaft erringen konnten, wurde der 5. Dalai Lama 1642 „Herrscher von Tibet“. Da dieser jedoch in Lhasa residierte, wurde dort in der Folge der Potala-Palast errichtet, dessen Vorbild die Burg Shigatse Dzong gewesen sein dürfte. Nach dem Scheitern des tibetischen Volksaufstandes von 1959 wurde 1961 die Festung auf Befehl der chinesischen Obrigkeit abgetragen. Im Zeitraum von 2005 bis 2007 wurde sie mit Spendengeldern aus Shanghai rekonstruiert. Dem Wiederaufbau dienten alte Fotos als Grundlage, doch ist der Bau heute in Zement- oder Betonmauern ausgeführt worden, die außen anschließend mit Natursteinen verkleidet werden sollen. Er soll zu einem Museum umgestaltet werden.
Text übernommen aus „Shigatse Dzong“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Shigatse Dzong steht weltweit auf Platz 6.224 von 9.035 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 61 der 103 in China verzeichneten. Die Gründung fällt auf um 1550: früher als bei 36% der datierten Objekte des Atlas, eines von 886 Atlas-Objekten, die im 16. Jahrhundert gegründet wurden. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie China abschneidet.
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