Burg
Burg Grodziec
Grodziec Castle · 🇵🇱 Polen · 15. Jahrhundert
Die Burg Grodziec (deutsch Gröditzburg, auch Gröditzberg) ist eine Burganlage in Grodziec (deutsch Gröditzberg) in der Landgemeinde Zagrodno (Adelsdorf) im Powiat Złotoryjski (Kreis Goldberg) in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Sie liegt auf einem 389 m hohen Basaltkegel am Nordrand des Bober-Katzbach-Gebirges. Historisch gehörte die Burg zum Herzogtum Liegnitz.
Text übernommen aus „Burg Grodziec“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
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Die erste gesicherte Erwähnung von Grodziec stammt aus einer Bulle von Papst Hadrian IV. vom 23. April 1155. 1175 stellte Herzog Bolesław I. der Lange den Zisterziensern von Lubiąż an der Burg ein Privileg aus. Zur Zeit seines Erben, Heinrich I. des Bärtigen, wurde die hölzerne Erdburg durch einen Ziegelbau ersetzt. Die Gründung der Burgkirche wird der heiligen Hedwig zugeschrieben. Im 14. und teilweise im 15. Jahrhundert befand sich die Burg im Besitz der Rittersfamilie von Busewoy.
Zur Zeit der Hussitenkriege wurde das Bauwerk von einem Hussitentrupp erobert und geplündert. 1470 kaufte sie der Herzog von Liegnitz, Friedrich I., zurück. Maurermeister aus Breslau und Görlitz gaben der Anlage ihre heutige räumliche Struktur.
Nach dem Tod des Herzogs wurden die Arbeiten an der Burg im Auftrag seines Sohnes Friedrich II. fortgesetzt. Sie wurde damit zu einer der schönsten gotisch-renaissancistischen Residenzen Schlesiens. Die letzten Arbeiten fielen mit der Hochzeit des Herzogs mit Prinzessin Sophie von Hohenzollern zusammen. In der Burg wurde ein großes Fest abgehalten und draußen ein großes Ritterturnier veranstaltet.
Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg von den Truppen des Fürsten Albrecht von Wallenstein erobert und niedergebrannt. Wegen der kriegsbedingten Schäden blieb die Festung mit fehlenden Teilen der Anlage zurück.
Im 17. und 18. Jahrhundert unternahm man Versuche, Grodziec wiederaufzubauen, die jedoch nicht abgeschlossen wurden. Der Schweizer Kunsthändler Martin Usteri erwarb 1796 32 Glasscheiben, die 1829 aus seinem Nachlass verkauft und anschließend in Burg Gröditzberg eingebaut wurden. Von dort erwarb die Gottfried-Keller-Stiftung 1894 sechs der ehemaligen bemalten Glasfenster des Augustinerklosters Zürich, die im Kreuzgang des Fraumünsters in Zürich ausgestellt und danach dem Schweizerischen Landesmuseum als Depositum anvertraut wurden.
Im 19. Jahrhundert, als Fürst Hans Heinrich XV. von Hochberg-Pless aus Fürstenstein Eigentümer wurde, nahm man weitere Erhaltungs- und Wiederaufbauarbeiten auf.
Maschinell übersetzt aus „Grodziec Castle“ in der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Die Burg Grodziec steht weltweit auf Platz 1.334 von 7.787 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 38 der 366 in Polen verzeichneten. Gegründet 1500, ist es älter als 45% der datierten Objekte des Atlas — eines von 436 Atlas-Objekten, die im 15. Jahrhundert gegründet wurden. Seine Wikipedia-Artikel wurden in den letzten 60 Tagen 3.380-mal geöffnet — mehr als 78% des Atlas. Im Umkreis von 25 km stehen 6 weitere Objekte des Atlas. Der nächste Ausflugs-Guide ist Legnica, 28 km entfernt. Die Anlage gehört zu den 70 Objekten auf der Regionalkarte Niederschlesien. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie Polen abschneidet.
Auf der interaktiven Burgenkarte ansehen →Häufige Fragen
Wo liegt die Burg Grodziec?
Die Burg Grodziec liegt in Polen, bei 51.17722°, 15.75922°.
Wann wurde die Burg Grodziec erbaut?
Der Atlas nennt als Gründungsjahr 1500. Frühere Anlagen mögen an dieser Stelle bestanden haben; dies ist das älteste dokumentierte Gründungsjahr.
Wie bekannt ist die Burg Grodziec?
Im Bekanntheitsranking dieses Atlas: Platz 1.334 von 7.787 weltweit, Platz 38 in Polen. Bekanntheit misst hier, in wie vielen Wikipedia-Sprachversionen ein Denkmal steht und wie oft diese gelesen werden.
Welche Burg liegt in der Nähe von Burg Grodziec?
Das Schloss Plagwitz, rund 12 km entfernt.
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