Burg
Schloss Sigmundskron
Sigmundskron Castle · 🇮🇹 Italien · 10. Jahrhundert
Schloss Sigmundskron (auch Firmian, italienisch Castel Firmiano) ist eine ausgedehnte Burg- und Festungsanlage bei Bozen in Südtirol. Die Ruine beherbergt heute das vierte Bergmuseum des Südtiroler Extrembergsteigers Reinhold Messner. Am 9. Juni 2006 wurde das MMM (Messner Mountain Museum Firmian) in der spätmittelalterlichen Festungsanlage eröffnet.
Text übernommen aus „Schloss Sigmundskron“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
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Die erste urkundliche Erwähnung der Burg unter dem Namen Formicaria (später Formigar) stammt aus dem Jahr 945 n. Chr. 1027 übertrug Kaiser Konrad II. sie dem Bischof von Trient. Im 12. Jahrhundert wurde sie an Ministeriale vergeben, die von da an den Namen Firmian trugen. Um 1473 kaufte der Landesfürst von Tirol, Herzog Sigmund der Münzreiche, die Burg, benannte sie in Sigmundskron um und ließ sie feuerwaffentauglich ausbauen. Von der alten Burg Formigar sind heute nur noch wenige Reste erhalten, die meisten davon am höchsten Punkt der Anlage. Wegen finanzieller Schwierigkeiten musste Sigmund die Burg bald darauf verpfänden. In der Folge verfiel die Anlage zunehmend.
Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Burg den Grafen Wolkenstein, von 1807 bis 1870 den Grafen von Sarnthein und danach bis 1994 den Grafen von Toggenburg. 1976 wurde die halb verfallene Burg von einer Wirtsfamilie teilweise wiederhergestellt und als Gasthaus eröffnet. 1996 ging die Burg in den Besitz der Provinz Bozen über. Im Frühjahr 2003 erhielt Reinhold Messner nach langem Streit die Genehmigung für sein lange geplantes Bergmuseum.
Bei Bauarbeiten wurde im März 2006 ein jungsteinzeitliches Grab entdeckt, in dem die skelettierten Überreste einer Frau gefunden wurden. Das Alter des Grabes wird auf 6.000 bis 7.000 Jahre geschätzt.
Die Festung ist ein bedeutendes politisches Symbol Südtirols. 1957 fand hier unter der Führung von Silvius Magnago die größte Protestkundgebung in der Geschichte Südtirols statt. Mehr als 30.000 Menschen versammelten sich auf der Burg, um gegen das Scheitern des Pariser Vertrags zu protestieren und die Freiheit Südtirols zu fordern („Los von Trient“).
Maschinell übersetzt aus „Sigmundskron Castle“ in der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Schloss Sigmundskron steht weltweit auf Platz 3.090 von 8.133 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 247 der 487 in Italien verzeichneten. Die Gründung fällt auf 945 — früher als bei 94% der datierten Objekte des Atlas — eines von 138 Atlas-Objekten, die im 10. Jahrhundert gegründet wurden. Die Wikipedia-Artikel dazu wurden in den letzten 60 Tagen 2.799-mal geöffnet — mehr als 74% des Atlas. Im Umkreis von 25 km stehen 11 weitere Objekte des Atlas. Der nächste Ausflugs-Guide ist Innsbruck, 88 km entfernt. Die Anlage gehört zu den 22 Objekten auf der Regionalkarte Südtirol. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie Italien abschneidet.
Auf der interaktiven Burgenkarte ansehen →Häufige Fragen
Wo liegt Schloss Sigmundskron?
Schloss Sigmundskron liegt in Italien, bei 46.48033°, 11.30532°.
Wann wurde Schloss Sigmundskron erbaut?
Der Atlas nennt als Gründungsjahr 945. Frühere Anlagen mögen an dieser Stelle bestanden haben; dies ist das älteste dokumentierte Gründungsjahr.
Wie bekannt ist Schloss Sigmundskron?
Im Bekanntheitsranking dieses Atlas: Platz 3.090 von 8.133 weltweit, Platz 247 in Italien. Bekanntheit misst hier, in wie vielen Wikipedia-Sprachversionen ein Denkmal steht und wie oft diese gelesen werden.
Welche Burg liegt in der Nähe von Schloss Sigmundskron?
Das Schloss Maretsch, rund 4 km entfernt.
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