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Ruine

Burg Tschanüff

Tschanüff Castle · 🇨🇭 Schweiz · 12. Jahrhundert

Burg Tschanüff in der Schweiz
Foto: Hermann Hammer (User:Haneburger) · CC0 · Wikimedia Commons

Die Burg Tschanüff ist die Ruine einer Spornburg bei 1240 m ü. M. auf einem Geländesporn am Rand des Val-Sinestra-Tobels westlich des Dorfes Ramosch im Unterengadin im schweizerischen Kanton Graubünden. Tschanüff war neben dem Schloss Tarasp die bedeutendste Burgenanlage im Unterengadin.

Der Name Tschanüff leitet sich vom rätoromanischen Chà nouva (lat. Casa Nova) ab und bedeutet «neues Haus». Die Bezeichnung taucht erst im 16. Jahrhundert auf, vorher wird die Burg einfach Ramosch bzw. Remüs genannt.

Text übernommen aus „Burg Tschanüff“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.

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Die Herren von Ramosch erscheinen erstmals im 12. Jahrhundert in den Urkunden. Sie waren Vasallen des Bischofs von Chur und der Herren von Tarasp. Der älteste Teil der Burg ist der Hauptturm, der im 12. Jahrhundert als Bergfried (ein Kampfturm ohne dauerhafte Bewohner) für die Herren von Ramosch errichtet wurde. Im 13. Jahrhundert kam eine Ringmauer hinzu. Am 12. März 1256 gewährte Graf Meinhard von Tirol dem Ritter Nannes von Ramosch das Recht, in Ramosch eine Burg zu errichten. Da bereits eine Befestigung bestand, diente diese Erlaubnis wohl dazu, den kleinen Turm zu einer viel grösseren Burg zu erweitern. Die neue Burg erlaubte der Familie Ramosch, Handel und Steuern im gesamten Unterengadin zu kontrollieren.

Am 19. August 1317 teilten Nannes und sein Bruder Johannes das Lehen in zwei Anteile auf. Die Nachfolger von Johannes, Conrad und Schweiker, gerieten wegen ihres Erbes in Streit miteinander. Der Konflikt wuchs, bis 1365 Herzog Leopold von Österreich zum Eingreifen gezwungen war. Die Vereinbarung zwischen den Brüdern sah vor, dass beide die Herzöge von Österreich als ihren Oberherrn anerkannten, die Burg den Herzögen stets offenstehen sollte und im Falle eines erneuten Streits Burg und umliegendes Land an Österreich fallen würden. Trotz der strengen Bedingungen gerieten Conrad und Schweiker bald wieder in Streit, und 1367 ermordete Schweiker Conrad und floh aus Tschanüff.

Als Zeichen der Anerkennung für seine Dienste in einem österreichischen Krieg in Italien setzte der Herzog Ulrich von Matsch als Eigentümer von Tschanüff ein. Die Familie Matsch nahm die Burg am 17. Februar 1369 in Besitz.

Auch der Bischof von Chur erhob Anspruch auf die Burg und begann, aus Furcht vor dem wachsenden Einfluss Österreichs in der Region, seinen Anspruch geltend zu machen. 1394 zwang Bischof Hartmann die Herren von Matsch, die Burg aufzugeben. Im folgenden Jahr griff Matsch die Burg jedoch an und plünderte sie, zog sich aber zurück, als der Bischof ein Heer gegen Ramosch führte. 1421 gab ein Friedensvertrag die Burg an den Bischof, und die Herren von Matsch erhielten für ihre Verluste 2500 Mark.

Maschinell übersetzt aus „Tschanüff Castle“ in der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.

Die Burg Tschanüff steht weltweit auf Platz 3.747 von 7.787 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 40 der 200 in der Schweiz verzeichneten. Gegründet um 1150, ist es älter als 82% der datierten Objekte des Atlas — eines von 550 Atlas-Objekten, die im 12. Jahrhundert gegründet wurden. Im Umkreis von 25 km stehen 2 weitere Objekte des Atlas. Der nächste Ausflugs-Guide ist Innsbruck, 91 km entfernt. Die Anlage gehört zu den 24 Objekten auf der Regionalkarte Graubünden. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie die Schweiz abschneidet.

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Häufige Fragen

Wo liegt die Burg Tschanüff?

Die Burg Tschanüff liegt in der Schweiz, bei 46.83306°, 10.37556°.

Wann wurde die Burg Tschanüff erbaut?

Der Atlas nennt als Gründungsjahr um 1150. Frühere Anlagen mögen an dieser Stelle bestanden haben; dies ist das älteste dokumentierte Gründungsjahr.

Wie bekannt ist die Burg Tschanüff?

Im Bekanntheitsranking dieses Atlas: Platz 3.747 von 7.787 weltweit, Platz 40 in der Schweiz. Bekanntheit misst hier, in wie vielen Wikipedia-Sprachversionen ein Denkmal steht und wie oft diese gelesen werden.

Welche Burg liegt in der Nähe von Burg Tschanüff?

Ruine Serviezel, rund 8 km entfernt.

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