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Ruine

Burg Unspunnen

Unspunnen Castle · 🇨🇭 Schweiz · 13. Jahrhundert

Burg Unspunnen in der Schweiz
Foto: Roland Zumbuehl · CC BY 3.0 · Wikimedia Commons

Die Burg Unspunnen auf dem Bödeli zwischen Thuner und Brienzersee (politische Gemeinde Wilderswil) war der Schauplatz des Unspunnenfestes von 1805, das am Ende der Helvetik die Versöhnung von Stadt und Land zelebrierte.

Die Burg bestand wohl seit dem frühen 12. Jahrhundert als Rundturm, vermutlich erbaut von einem der Herren von Rothenfluh, die ursprünglich südlich von Unspunnen eine Balmburg hatten. Der Name Unspunnen geht vermutlich auf einen keltischen Flurnamen ussubonno zurück. Die Erweiterung der Burg um den oberen Palas geht wohl auf Freiherr Burkhard von Unspunnen zurück, der die Burg im späten 12. Jahrhundert bewohnte. Burkhard soll um 1191 an einem gescheiterten Aufstand gegen die Zähringer beteiligt gewesen sein. Mit der Ehe mit Burkhards Tochter Ita ging die Burg an Rudolf II. von Wädenswil. Im 13. Jahrhundert kamen die Freiherren von Eschenbach in ihren Besitz und erweiterten sie mehrfach.

Walter IV. von Eschenbach-Schnabelburg verkaufte die Burg zusammen mit anderen Besitzungen im August 1306 an die Söhne von Albrecht von Habsburg. Ab 1316 war die Burg an die Herren von Weissenburg verpfändet. Aus Wut gegen eine Erhöhung der Abgaben zogen 1322 die Bewohner des Haslitals gegen die Burg, das Unternehmen war aber ein Misserfolg, und 50 Aufständische wurden auf Unspunnen eingekerkert und erst nach zwei Jahren von Berner Truppen befreit.

1397 kam die Burg in den Besitz der Berner, die sie 1398 für 5000 Gulden weiterverkaufte an die Familie von Scharnachthal, die im Jahr 1425 grössere Renovationsarbeiten durchführte. Ab 1515 war Bern wieder Burgherrin und setzte einen Statthalter ein, zog ihn aber bald wieder ab und gab die Burg dem Verfall anheim. Die Ruine wurde als Steinbruch verwendet und erreichte erst wieder 1805 mit dem Unspunnenfest nationale Berühmtheit.

In den 1880er Jahren fanden Restaurierungen und Umbauten statt. Instandstellungen 1968/69 machten diese Änderung wieder rückgängig.

Text übernommen aus „Burg Unspunnen“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.

Mehr aus der englischsprachigen Wikipedia

Heute ist Unspunnen Schauplatz des Unspunnenfests, eines Festivals traditioneller Schweizer Wettkämpfe, das auf den Feldern unterhalb der Ruine abgehalten wird.

Die Burg war im 13. und 14. Jahrhundert Zentrum eines Lehens der Berner-Oberland-Freiherren, wobei weder der Name der Freiherren noch der Erbauer der Burg bekannt ist. Die Höhlenburg Rotenfluh (erstmals 1298 als „munitio immersive balma Rothenfluo dicta“ erwähnt) am Tschingelsatz und die Burg Unspunnen (erstmals 1232 als „Uspunnun“ erwähnt) dienten der Bewachung der spätmittelalterlichen Lütschinenbrücke bei Gsteig nahe Interlaken. Im 13. Jahrhundert gehörte sie zur Herrschaft von Burkart von Thun, der sie durch seine Heirat 1224 mit der Familie der Freiherren von Wädenswil erworben hatte. Eine Erbteilung, vermutlich 1280, teilte die Herrschaft in zwei Hälften: Der Freiherr von Eschenbach erhielt die Burg und die umliegenden Dörfer, während der Freiherr von Weißenburg die Burg Rotenfluh mit anderen Dörfern erhielt.

Nach der Ermordung Albrechts I. von Deutschland durch seinen Neffen Johann 1308 beanspruchten die Habsburger in Österreich die Ländereien von Eschenbach, verpfändeten diese Ländereien jedoch 1318 dem Freiherrn von Weißenburg als Sicherheit. 1332 erhoben sich die Bauern der umliegenden Dörfer erfolglos gegen Johann von Weißenburg, und die Anführer wurden auf der Burg gefangen gesetzt. 1334 wurde die Region Oberhasli von Bern angegriffen und die Burg belagert. Nachdem Bern die Burg eingenommen hatte, wurden die Gefangenen freigelassen, obwohl die Freiherren die Burg behielten.

Nach dem Berner Sieg in der Schlacht bei Laupen 1339 wurden die Freiherren gezwungen, die Burgen Unspunnen und Rotenfluh als Teil des Friedensschlusses zu verpfänden. Wenige Jahre später, 1342, lösten die Habsburger dieses Pfand ein und verpfändeten es sodann weiter an ihre Gefolgsleute, darunter die Herren von Interlaken, Hallwyl und Kyburg. Während der Schlacht bei Sempach 1386 besetzte Bern das Gebiet und löste 1397 die Hypothek ab. Im Jahr darauf verkaufte man Burg und Ländereien an die Familien von Seftigen und von Scharnachtal, Bürger von Bern.

Maschinell übersetzt aus „Unspunnen Castle“ in der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.

Die Burg Unspunnen steht weltweit auf Platz 5.979 von 8.134 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 97 der 201 in der Schweiz verzeichneten. Die Gründung fällt auf 1298 — früher als bei 66% der datierten Objekte des Atlas — eines von 861 Atlas-Objekten, die im 13. Jahrhundert gegründet wurden. Im Umkreis von 25 km stehen 8 weitere Objekte des Atlas. Der nächste Ausflugs-Guide ist Bern, 44 km entfernt. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie die Schweiz abschneidet.

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Häufige Fragen

Wo liegt die Burg Unspunnen?

Die Burg Unspunnen liegt in der Schweiz, bei 46.66868°, 7.85729°.

Wann wurde die Burg Unspunnen erbaut?

Der Atlas nennt als Gründungsjahr 1298. Frühere Anlagen mögen an dieser Stelle bestanden haben; dies ist das älteste dokumentierte Gründungsjahr.

Wie bekannt ist die Burg Unspunnen?

Im Bekanntheitsranking dieses Atlas: Platz 5.979 von 8.134 weltweit, Platz 97 in der Schweiz. Bekanntheit misst hier, in wie vielen Wikipedia-Sprachversionen ein Denkmal steht und wie oft diese gelesen werden.

Welche Burg liegt in der Nähe von Burg Unspunnen?

Die Ruine Weissenau, rund 2 km entfernt.

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