Ruine
Waldsteinburg
🇩🇪 Deutschland · 14. Jahrhundert
Die Waldsteinburg, auch Rotes Schloss genannt, ist die Ruine einer Gipfelburg bei 877 m ü. NHN auf dem Großen Waldstein im Fichtelgebirge. Sie wird auch als Westburg in Unterscheidung zur älteren Ostburg bezeichnet.
Text übernommen aus „Waldsteinburg“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
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Die erwähnte Westburg, erstmals 1350 urkundlich erwähnt, wurde errichtet, um die ältere Ostburg zu ersetzen, die den Anforderungen einer Wehranlage nicht mehr genügte. Ihre Erbauer und Besitzer waren die Ritter von Sparneck.
Jahrhundertelang herrschten die Herren von Sparneck über ein Gebiet, das in etwa dem ehemaligen Landkreis Münchberg entsprach. Die Waldsteinburg war fester Bestandteil des Besitzes dieser einst mächtigen Familie. Das bekannteste Mitglied auf dem Waldstein war Rüdiger von Sparneck (ca. 1300–1364/68), der 1336 zum Pfalzgrafen von Eger gewählt wurde. Als der König von Böhmen zum Kaiser Karl IV. gekrönt wurde, rückte das Machtzentrum des Heiligen Römischen Reiches in unmittelbare Reichweite der Sparnecker, und die Waldsteinburg spielte eine wichtige Rolle im Machtgefüge des westlichen Egerlands und seiner umliegenden Gebiete.
Diese Zeit gilt als Blütezeit der Herren von Sparneck; und Rüdiger, der an Macht gewonnen hatte, verlieh Münchberg am 13. Juli 1364 die Nürnberger Stadtrechte. Sein Sohn Hans I. von Sparneck wurde am 28. April 1352 in das Bamberger Domkapitel aufgenommen. Unter anderem belehnte er Konrad von Neuberg mit der Waldsteinburg. Ihm gelang es jedoch, zusammen mit seinen Brüdern Erhard (1364–1417), Friedrich I. (1364–1415) und Pabo II. (1364–1373), das Lehen Waldstein vom Kaiser zu übernehmen.
Mitte des 15. Jahrhunderts betrieben viele einst mächtige Männer eine Praxis, die später als Raubrittertum bezeichnet wurde, um ihren Besitz zu erhalten und nach Möglichkeit zu erweitern. Thomas von Absberg tat sich hierbei besonders hervor und terrorisierte um 1500 ganz Franken. Er entführte mehrfach Kaufleute und forderte für deren Freilassung hohe Lösegelder. Am 24. Juni 1520 griff er eine Reisegruppe auf dem Hahnenkamm an. Joachim, Graf von Oettingen, der sich in der Gruppe befand, wurde bei dem Handgemenge so schwer verwundet, dass er am 6. Juli seinen Verletzungen erlag. Dieses Ereignis wurde dem Schwäbischen Bund und Karl V. gemeldet, der gerade erst zum „erwählten“ deutschen Kaiser ernannt worden war; er verhängte daraufhin umgehend die Reichsacht über die Familie Absberg.
Maschinell übersetzt aus „Waldsteinburg“ in der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Die Waldsteinburg steht weltweit auf Platz 6.075 von 8.134 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 465 der 505 in Deutschland verzeichneten. Die Gründung fällt auf 1350 — früher als bei 57% der datierten Objekte des Atlas — eines von 604 Atlas-Objekten, die im 14. Jahrhundert gegründet wurden. Der nächste Ausflugs-Guide ist Karlsbad, 73 km entfernt. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie Deutschland abschneidet.
Auf der interaktiven Burgenkarte ansehen →Häufige Fragen
Wo liegt die Waldsteinburg?
Die Waldsteinburg liegt in Deutschland, bei 50.1289°, 11.855°.
Wann wurde die Waldsteinburg erbaut?
Der Atlas nennt als Gründungsjahr 1350. Frühere Anlagen mögen an dieser Stelle bestanden haben; dies ist das älteste dokumentierte Gründungsjahr.
Wie bekannt ist die Waldsteinburg?
Im Bekanntheitsranking dieses Atlas: Platz 6.075 von 8.134 weltweit, Platz 465 in Deutschland. Bekanntheit misst hier, in wie vielen Wikipedia-Sprachversionen ein Denkmal steht und wie oft diese gelesen werden.
Welche Burg liegt in der Nähe von Waldsteinburg?
Das Schloss Smrčina, rund 27 km entfernt.
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