Festung
Theodosianische Mauer
Walls of Constantinople · 🇹🇷 Türkei · 5. Jahrhundert
Die Theodosianische Mauer (türkisch İstanbul Surları oder Topkapı Surları) ist eine Anfang des 5. Jahrhunderts unter Kaiser Theodosius II. und dem Präfekten Anthemius errichtete, etwa 19–20 Kilometer lange Befestigungsanlage (Land- und Seemauern) zum Schutz von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul.
Die Theodosianische Mauer wird von einigen Historikern als eine der erfolgreichsten und bestdurchdachten Befestigungsanlagen in der Geschichte der Kriegstechnik angesehen. Viele der einschneidendsten Ereignisse in der Geschichte der Stadt stehen eng mit diesem außergewöhnlichen Bauwerk in Zusammenhang.
Der Bau des Wallsystems wurde notwendig, um der Bedrohung durch die Hunnen zu begegnen und der rasch expandierenden Stadt zusätzlichen Raum zu verschaffen. Trotz zunehmenden Verfalles und dem Aufkommen der Feuerwaffen waren die Befestigungen bei entschlossener Verteidigung auch noch in der Mitte des 15. Jahrhunderts nur schwer zu überwinden. Die Komplexität der Verteidigungsanlagen trug wesentlich zum langen Bestehen des Byzantinischen Reiches bei.
Text übernommen aus „Theodosianische Mauer“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Mehr aus der englischsprachigen Wikipedia
Zunächst von Konstantin dem Großen erbaut, umgaben die Mauern die neue Stadt auf allen Seiten und schützten sie gegen Angriffe sowohl von See als auch von Land. Als die Stadt wuchs, wurde im 5. Jahrhundert die berühmte doppelte Linie der Theodosianischen Mauern errichtet. Obwohl die übrigen Abschnitte der Mauern weniger aufwendig waren, waren sie, wenn gut besetzt, für jeden mittelalterlichen Belagerer nahezu uneinnehmbar. Sie retteten die Stadt und mit ihr das Byzantinische Reich unter anderem während der Belagerungen durch die awarisch-sassanidische Koalition, die Araber, die Rus und die Bulgaren. Die Befestigungen behielten ihren Nutzen selbst nach dem Aufkommen von Pulvergeschützen zur Belagerung, die zwar beim Fall der Stadt an die osmanischen Truppen 1453 eine Rolle spielten, ihre Mauern aber nicht durchbrechen konnten.
Die Mauern blieben während des größten Teils der osmanischen Zeit weitgehend intakt, bis im 19. Jahrhundert Abschnitte abgetragen wurden, als die Stadt über ihre mittelalterlichen Grenzen hinauswuchs. Trotz fehlender Instandhaltung sind viele Teile der Mauern erhalten geblieben und stehen bis heute. Seit den 1980er Jahren läuft ein umfangreiches Restaurierungsprogramm.
Maschinell übersetzt aus „Walls of Constantinople“ in der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Die Theodosianische Mauer steht weltweit auf Platz 96 von 8.133 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 4 der 129 in der Türkei verzeichneten. Die Gründung fällt auf um 450 — früher als bei 97% der datierten Objekte des Atlas — eines von 28 Atlas-Objekten, die im 5. Jahrhundert gegründet wurden. Die Wikipedia-Artikel dazu wurden in den letzten 60 Tagen 37.855-mal geöffnet — mehr als 99% des Atlas. Im Umkreis von 25 km stehen 24 weitere Objekte des Atlas. Der nächste Ausflugs-Guide ist Istanbul, 3 km entfernt. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie die Türkei abschneidet.
Auf der interaktiven Burgenkarte ansehen →Häufige Fragen
Wo liegt die Theodosianische Mauer?
Die Theodosianische Mauer liegt in der Türkei, bei 41.01806°, 28.92333°.
Wann wurde die Theodosianische Mauer erbaut?
Der Atlas nennt als Gründungsjahr um 450. Frühere Anlagen mögen an dieser Stelle bestanden haben; dies ist das älteste dokumentierte Gründungsjahr.
Wie bekannt ist die Theodosianische Mauer?
Im Bekanntheitsranking dieses Atlas: Platz 96 von 8.133 weltweit, Platz 4 in der Türkei. Bekanntheit misst hier, in wie vielen Wikipedia-Sprachversionen ein Denkmal steht und wie oft diese gelesen werden.
Welche Burg liegt in der Nähe von Theodosianische Mauer?
Porphyrogennetos-Palast, rund 2 km entfernt.
Weitere Burgen in der Türkei
- Rumeli Hisarı Türkei · 15. Jahrhundert
- Yıldız-Palast Türkei · 18. Jahrhundert
- Çırağan-Palast Türkei · 19. Jahrhundert
- Beylerbeyi-Palast Türkei · 19. Jahrhundert
Weitere Festungen
- Vyšehrad Tschechien · 10. Jahrhundert
- Château d’If Frankreich · 16. Jahrhundert
- Sungnyemun Südkorea · 14. Jahrhundert
- Goldenes Tor (Kiew) Ukraine · 11. Jahrhundert