Kharpocho oder Karpachu (Balti „Burg des Königs“), auch Fort Skardu, ist eine Festungsruine über der Stadt Skardu in der Region Gilgit-Baltistan im Norden Pakistans, die um 1600 unter König Ali Sher Khan Anchan von Baltistan errichtet und 1857 durch den kaschmirischen Herrscher Ranbir Singh fast vollständig zerstört wurde.
Skardu liegt auf einer Höhe von rund 2300 Metern im Skardu-Tal, das hier vom Indus-Tal abzweigt. Das Fort wurde auf einem steil nach drei Seiten abfallenden Felssporn rund 100 Meter über der Ebene der beiden Täler erbaut. Wasser wurde aus dem nahegelegenen Satpara-See über einen mit Steinen angelegten Kanal herangeführt.
Ali Sher Khan Anchan (1560–1622) war ein Mitglied der Ende des 12. Jahrhunderts gegründeten Makpon-Dynastie, die über ein baltisch-tibetisches Reich herrschte. Ihm wird das Verdienst zugesprochen, erstmals in der Geschichte Baltistan zu einem Reich vereint zu haben, das bis nach Ladakh reichte. Skardu war der Hauptort des Reiches.
Der erste europäische Besucher, der Engländer Godfrey Thomas Vigne, erreichte Skardu 1835 und beschrieb Kharpocho als stark befestigt und primär zu Verteidigungszwecken und weniger für ein bequemes Wohnen ausgerichtet. Eine aus Holz gebaute Moschee auf dem Gelände des Forts zeugt von einem islamischen Einfluss in der Region.
Text übernommen aus „Kharpocho“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Kharpocho steht weltweit auf Platz 3.156 von 9.079 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 12 der 31 in Pakistan verzeichneten. Die Gründung fällt auf um 1600: früher als bei 31% der datierten Objekte des Atlas, eines von 891 Atlas-Objekten, die im 16. Jahrhundert gegründet wurden. Die Wikipedia-Artikel dazu wurden in den letzten 60 Tagen 1.008-mal geöffnet, mehr als 50% des Atlas. Im Umkreis von 25 km stehen 1 weitere Objekte des Atlas. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie Pakistan abschneidet.
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