Schloss
Kurfürstliches Palais
Electoral Palace (Trier) · 🇩🇪 Deutschland
Das Kurfürstliche Palais der Stadt Trier war im 17. und 18. Jahrhundert Residenz der Fürstbischöfe von Trier (bis 1794). Diese regierten als Kurfürsten den Kurstaat Trier und standen in Personalunion (bis 1797) als Erzbischöfe dem Erzbistum Trier vor.
Der Renaissance- und Rokokobau war teilweise auf der Grundfläche der römischen Konstantinbasilika gebaut worden. Im 19. Jahrhundert wurde deswegen der Westflügel des Palais niedergelegt, um auf seinem Grund die Basilika wieder zu errichten.
Nach der Enteignung der Kurfürsten unter Napoleon wurde das Kurfürstliche Palais im 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts von französischen und preußischen Truppen als Kaserne genutzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt. Anschließend wurden die Wirtschaftsgebäude, das sogenannte Niederschloss, mit Ausnahme des Roten Turms und eines Portals vollständig abgerissen. Heute beherbergt der Bau verschiedene Behörden. Teile des Nordflügels werden von der evangelischen Gemeinde genutzt, Teile des Südflügels dienen repräsentativen Zwecken.
Der Palastgarten im Süden des Palais steht seit Beginn des 20. Jahrhunderts der Öffentlichkeit als Park zur Verfügung.
Text übernommen aus „Kurfürstliches Palais“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Mehr aus der englischsprachigen Wikipedia
Das Gelände des heutigen Kurfürstlichen Palais war bereits Teil des antiken römischen Kaiserpalastes, der von Konstantin dem Großen im frühen 4. Jahrhundert genutzt wurde. Die als Thronsaal des Kurfürsten genutzte Konstantinbasilika (Aula Palatina) ist römischen Ursprungs. Auch einige römische Mosaike sind erhalten.
Ab dem 11. Jahrhundert nutzten die Trierer Erzbischöfe die Basilika, von der nur noch die Außenmauern standen, als Wehrbau. Die Apsis wurde zu einem Bergfried ausgebaut, und an den übrigen Mauern wurden Zinnen angebracht.
Im späten 16. Jahrhundert plante Erzbischof Johann von Schönenberg den Bau einer Residenz im Stil der deutschen Renaissance, wofür Teile der mittelalterlichen Festung sowie viele Häuser abgerissen wurden. Nur weil sich die römischen Mauern als widerstandsfähig erwiesen, wurden einige davon in den Neubau einbezogen. Von Schönenbergs Nachfolger Lothar von Metternich und Philipp Christoph von Sötern vollendeten um 1650 das Niederschloss. Die neue Residenz wurde nach dem Stadtpatron als „St. Petersburg“ bekannt. An der Südwestecke stand eine dem heiligen Laurentius geweihte Kapelle. Zur gleichen Zeit hatte man mit den Arbeiten am Hochschloss begonnen, doch der Dreißigjährige Krieg unterbrach das Vorhaben. In dieser Zeit bevorzugten die Bischöfe ihre als sicherer geltende Koblenzer Residenz auf der Ehrenbreitstein.
Ab 1756 ließ Kurfürst-Erzbischof Johann IX. Philipp von Walderdorff den Südflügel des Trierer Palais von Johannes Seiz im Rokokostil umbauen. Etwa zur gleichen Zeit wurden die barocken Gärten mit Gartenplastiken von Ferdinand Tietz ausgestattet.
1794 eroberten die französischen Revolutionsheere die halbe Rheinlande, darunter Trier. Das Kurfürstliche Palais wurde beschlagnahmt und als Kaserne genutzt. Dies setzte sich fort, nachdem 1814 die Preußen die Herrschaft übernommen hatten.
Um 1850 wurde beschlossen, die Konstantinbasilika wieder in ihrer Gestalt aus dem 4. Jahrhundert herzustellen. Aus diesem Grund sollte der Westflügel des Kurfürstlichen Palais (damals Kaserne) abgerissen werden.
Maschinell übersetzt aus „Electoral Palace, Trier“ in der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
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Wo liegt Kurfürstliches Palais?
Kurfürstliches Palais liegt in Deutschland, bei 49.7531°, 6.64361°.
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