Festung
Bosque Redondo
Fort Sumner · 🇺🇸 Vereinigte Staaten
Bosque Redondo (span.: Rundes Wäldchen) wurde ein Lager im Südosten New Mexicos genannt, in dem die US-Regierung in den Jahren von 1863 bis 1868 mehr als 8500 Diné und 500 Mescalero-Apachen internieren ließ.
Am 31. Oktober 1862 wurde vom Kongress der Vereinigten Staaten die Errichtung von Fort Sumner beschlossen. General James Henry Carleton hatte den Bau des Forts befürwortet, um den Schutz der Siedler im Tal des Pecos Rivers vor den dort lebenden Indianerstämmen zu gewährleisten. Ganz in der Nähe lag das Gebiet von Bosque Redondo, ein Areal von etwa 4000 km² Größe entlang des Pecos Rivers.
Das Lager war eingerichtet worden, um den Indianern zu zeigen, wie man sich durch Farmarbeit ernähren konnte. Doch schon bald stellte sich heraus, dass es in Bosque Redondo weder genügend Wasser noch Feuerholz gab. Trotzdem wurde Colonel Kit Carson angewiesen, 1862 die Mescalero und bis Ende 1864 die Diné nach Bosque Redondo zu bringen. Dieser 450 km lange Leidenszug vom Heimatland der Diné im Norden Arizonas und New Mexicos nach Bosque Redondo ging als Langer Marsch (engl. Long Walk) in die Geschichte des amerikanischen Südwestens ein.
Die Regierung hatte mit etwa 5000 Bewohnern des Lagers gerechnet, nun aber waren dort über 9000 Indianer eingetroffen, und es gab bald Probleme mit der Versorgung. Diejenigen, die den Langen Marsch überlebt hatten, befanden sich nun auf einem öden Streifen alkalischen sandigen Landes entlang des Pecos Rivers. Die meisten Bäume des runden Wäldchens hatte man gefällt, um das benachbarte Fort Sumner zu erbauen. Die Diné hoben Gräben und Löcher im Boden aus, um sich gegen Sonne, Wind und Kälte zu schützen. Das wenige Holz war schnell verfeuert, und die Indianer mussten kilometerweit gehen, um Mesquitewurzeln auszugraben, die sie als Feuerholz nutzten. Zudem war das alkalihaltige Wasser des Pecos River fast ungenießbar.
Bald brachen blutige Konflikte zwischen Diné und Mescalero Apachen aus, die seit alter Zeit verfeindet waren. Unter Aufsicht der weißen Wärter hoben die Indianer etwa 50 km Bewässerungsgräben aus, pflügten 800 ha Land und bauten vorwiegend Mais darauf an. Doch Schädlinge und Trockenheit führten in den folgenden beiden Jahren zu Missernten, und im dritten Jahr trat der Pecos River über die Ufer und zerstörte die Bewässerungsgräben. Inzwischen hatten die Mescalero das Lager 1865 ohne Genehmigung verlassen.
Text übernommen aus „Bosque Redondo“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
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Wo liegt Bosque Redondo?
Bosque Redondo liegt in den Vereinigten Staaten, bei 34.40194°, -104.19472°.
Wie bekannt ist Bosque Redondo?
Im Bekanntheitsranking dieses Atlas: Platz 1.849 von 8.133 weltweit, Platz 32 in den Vereinigten Staaten. Bekanntheit misst hier, in wie vielen Wikipedia-Sprachversionen ein Denkmal steht und wie oft diese gelesen werden.
Welche Burg liegt in der Nähe von Bosque Redondo?
Fort Stanton, rund 159 km entfernt.
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