Ruine
Kernavė
🇱🇹 Litauen · 20. Jahrhundert
Kernavė (deutsch, 18. Jahrhundert: Kernau) ist ein litauisches Städtchen (miestelis) in der Rajongemeinde Širvintos, etwa 35 km nordwestlich von Vilnius, mit 238 Einwohnern (Volkszählung 2021).
Die benachbarte archäologische Stätte Kernavė im Neris-Tal gilt als eine der wichtigsten Stätten der litauischen Frühgeschichte und als mögliche erste Hauptstadt des Großfürstentums Litauen. Sie wurde 2004 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.
Text übernommen aus „Kernavė“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
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Kernavė ist eine Kleinstadt im südöstlichen Teil Litauens, im Bezirk Širvintos, am rechten Ufer des Flusses Neris, auf der oberen Neris-Terrasse gelegen. Es liegt 21 Kilometer (13 mi) von Širvintos und 35 Kilometer (22 mi) von Vilnius entfernt. Es liegt nahe den Fernstraßen Vilnius–Kaunas (18 km oder 11 mi) und Vilnius–Panevėžys (17 km oder 11 mi). Von Vilnius aus kann man Kernavė über den Fluss Neris erreichen.
Zu seinen alternativen Namen gehören Kernavos, Kernovo, Kiernowo, Kiernów (polnisch) und Kernuvke (jiddisch).
Das Gebiet von Kernavė war am Ende des Paläolithikums nur dünn besiedelt, wobei die Zahl der Siedlungen im Mesolithikum und Neolithikum deutlich zunahm.
Die Stadt war die erste Hauptstadt Litauens, ein Symbol der Staatlichkeit und der heidnischen Unabhängigkeit.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Stadt 1279, als sie als Sitz des Großfürsten Traidenis vom Deutschen Orden belagert wurde. Diese militärische Operation wird in der Livländischen Reimchronik erwähnt (dieselbe Passage wird von Hermann von Wartberge in der Cronicon Livoniale wiederholt). 1390, während des Litauischen Bürgerkriegs (1389–1392), brannten die Ritter die Stadt und ihre Gebäude im Pajauta-Tal einschließlich der Burg nieder. Nach diesem Überfall wurde die Stadt nicht wieder aufgebaut, und die verbliebenen Bewohner zogen auf die Hügelkuppe, statt im Tal zu bleiben.
In späteren Jahren wurden die Überreste der Stadt von einer Schwemmschicht bedeckt, die feuchten Torf bildete. Sie bewahrte die meisten Relikte unversehrt und ist eine Fundgrube für Archäologen, weshalb manche Kernavė das „Troja Litauens“ nennen. So besitzt Kernavė etwa die älteste bekannte Medgrinda, einen geheimen, mit Holz gepflasterten Unterwasserweg. Der Weg diente der Verteidigung und stammt aus dem vierten bis siebten Jahrhundert.
Maschinell übersetzt aus „Kernavė“ in der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Kernavė steht weltweit auf Platz 551 von 7.787 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 4 der 29 in Litauen verzeichneten. Gegründet 1989 — eines von 180 Atlas-Objekten, die im 20. Jahrhundert gegründet wurden. Seine Wikipedia-Artikel wurden in den letzten 60 Tagen 4.905-mal geöffnet — mehr als 84% des Atlas. Der nächste Ausflugs-Guide ist Vilnius, 35 km entfernt. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie Litauen abschneidet.
Auf der interaktiven Burgenkarte ansehen →Häufige Fragen
Wo liegt Kernavė?
Kernavė liegt in Litauen, bei 54.88333°, 24.85°.
Wann wurde Kernavė erbaut?
Der Atlas nennt als Gründungsjahr 1989. Frühere Anlagen mögen an dieser Stelle bestanden haben; dies ist das älteste dokumentierte Gründungsjahr.
Wie bekannt ist Kernavė?
Im Bekanntheitsranking dieses Atlas: Platz 551 von 7.787 weltweit, Platz 4 in Litauen. Bekanntheit misst hier, in wie vielen Wikipedia-Sprachversionen ein Denkmal steht und wie oft diese gelesen werden.
Welche Burg liegt in der Nähe von Kernavė?
Wasserburg Trakai, rund 26 km entfernt.
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