Burg
Burg Nassenfels
Nassenfels Castle · 🇩🇪 Deutschland · 13. Jahrhundert
Die Burg Nassenfels steht am Rand des Marktes Nassenfels im Landkreis Eichstätt in Oberbayern. Die ehemalige Wasserburg ist bewohnt und kann nur von außen besichtigt werden. Die Anlage ist unter der Aktennummer D-1-76-149-3 als denkmalgeschütztes Baudenkmal von Nassenfels verzeichnet. Ebenso wird sie als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-1-7233-0155 im Bayernatlas als „mittelalterliche Burg, Freilandstation des Paläolithikums, Freilandstation und Bestattungen des Mesolithikums, Siedlung des Neolithikums, der Latènezeit und der Römischen Kaiserzeit“ geführt.
Text übernommen aus „Burg Nassenfels“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
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Nassenfels war bereits im 2. Jahrhundert n. Chr. als Vicus Scutarensium ein bedeutender Marktort im Hinterland des Rätischen Limes und wurde durch ein kleines Kastell geschützt. Das römische Lager wurde vermutlich nach der Errichtung des nahegelegenen Kastells Pfünz (Vetoniana) aufgegeben. Während der Ungarneinfälle im 10. Jahrhundert wurden die Wälle der alten Befestigung wahrscheinlich zu einer Fliehburg ausgebaut.
Seit dem Hochmittelalter gehörte der Ort zum Hochstift Eichstätt. Die Burg wird erstmals 1245 urkundlich erwähnt, als Graf Gebhard von Hirschberg während der Belagerung der Festung von seinem Hofnarren ermordet wurde. Bischöfliche Ministeriale mit dem Namen von Nassenfels sind jedoch bereits ab 1198 belegt, verschwinden aber Mitte des 14. Jahrhunderts wieder aus den schriftlichen Quellen.
Die heutige Burg geht im Wesentlichen auf den Ausbau unter den Bischöfen Konrad II. von Pfeffenhausen (1297–1305) und Friedrich IV. von Oettingen (um 1400) zurück. 1699 errichtete der fürstbischöfliche Hofbaumeister Jakob Engel in der Südostecke das Kastenhaus als Amtsgebäude für den bischöflichen Kastner. Bis 1804 diente die Burg als Sitz der Eichstätter Amtmänner und Pfleger. Im Zuge der Säkularisation wurde für zwei Jahre ein Rentamt in den Räumen eingerichtet. 1806 verkaufte der bayerische Staat die Anlage an private Käufer, die eigene Häuser an die Umfassungsmauer bauten und mehrere Gebäude abrissen. 1867 wurde Steinmaterial zum Bau der Bahnhöfe von Adelschlag und Tauberfeld abtransportiert.
1932 wurde das Kastenhaus mit seinen Stuckdecken durch einen Blitzschlag zerstört. Wiederaufbaupläne blieben ohne Ergebnis. 1990 wurde ein Teil des Wehrgangs rekonstruiert. Seit den 1980er Jahren werden die vier Jurahäuser auf dem Burggelände restauriert.
Heute ist das Innere der Burg nur zu besonderen Anlässen für die Öffentlichkeit zugänglich, da die Bauten des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts weiterhin als Wohnraum und für Gewerbe genutzt werden (unter anderem Ferienwohnungen und eine Restaurierungswerkstatt).
Maschinell übersetzt aus „Nassenfels Castle“ in der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Die Burg Nassenfels steht weltweit auf Platz 6.190 von 8.134 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 473 der 505 in Deutschland verzeichneten. Die Gründung fällt auf 1245 — früher als bei 73% der datierten Objekte des Atlas — eines von 861 Atlas-Objekten, die im 13. Jahrhundert gegründet wurden. Im Umkreis von 25 km stehen 3 weitere Objekte des Atlas. Der nächste Ausflugs-Guide ist München, 78 km entfernt. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie Deutschland abschneidet.
Auf der interaktiven Burgenkarte ansehen →Häufige Fragen
Wo liegt die Burg Nassenfels?
Die Burg Nassenfels liegt in Deutschland, bei 48.79607°, 11.22917°.
Wann wurde die Burg Nassenfels erbaut?
Der Atlas nennt als Gründungsjahr 1245. Frühere Anlagen mögen an dieser Stelle bestanden haben; dies ist das älteste dokumentierte Gründungsjahr.
Wie bekannt ist die Burg Nassenfels?
Im Bekanntheitsranking dieses Atlas: Platz 6.190 von 8.134 weltweit, Platz 473 in Deutschland. Bekanntheit misst hier, in wie vielen Wikipedia-Sprachversionen ein Denkmal steht und wie oft diese gelesen werden.
Welche Burg liegt in der Nähe von Burg Nassenfels?
Schloss Neuburg (Bayern), rund 7 km entfernt.
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