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Ruine

Felsenburg Vranov

Vranov Castle · Tschechien · 15. Jahrhundert

Felsenburg Vranov in Tschechien
Foto: Olaf1541 · CC BY 2.5 · Wikimedia Commons

Die Felsenburg Vranov steht weltweit auf Platz 5.605 von 9.040 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 175 der 243 in Tschechien verzeichneten. Die Gründung fällt auf 1425: früher als bei 49% der datierten Objekte des Atlas, eines von 556 Atlas-Objekten, die im 15. Jahrhundert gegründet wurden. Die Wikipedia-Artikel dazu wurden in den letzten 60 Tagen 968-mal geöffnet, mehr als 50% des Atlas. Im Umkreis von 25 km stehen 14 weitere Objekte des Atlas. Der nächste Ausflugs-Guide ist Reichenberg, 17 km entfernt. Die Anlage gehört zu den 189 Objekten auf der Regionalkarte Böhmen. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie Tschechien abschneidet.

Die Felsenburg Vranov (deutsch: Wranow), heute im Tschechischen oftmals Skály bzw. Skála, aber auch – pars pro toto – Pantheon genannt, befindet sich bei Malá Skála (Kleinskal) im Český ráj (Böhmisches Paradies) über dem Tal der Iser. Von der mittelalterlichen Felsenburg sind heute noch eine ganze Reihe ausgehauener Räume, Durchgänge, Treppen, Balkenfalze und auch der Burgbrunnen erhalten. Die mehrere hundert Meter lange Anlage gilt als die weiträumigste und größte Felsenburg Böhmens.

Überregionale Bekanntheit hat die Burg noch heute durch das sog. Pantheon, eine großräumige Anlage, die der damalige Besitzer Zacharias Baron von Römisch kurz nach dem Ende der Befreiungskriege von dem Bildhauer Franz Pettrich errichten ließ, was einer weitgehenden Umgestaltung der Burg im Sinne der Romantik gleichkam. Das Pantheon erinnert vor allem an zahlreiche militärische Helden aus der deutschen bzw. habsburgischen Geschichte, wobei auch tschechische Persönlichkeiten berücksichtigt wurden. Das Konzept wurde als Vorgriff auf das der Walhalla gedeutet. Zentral ist ein von Felsen umschlossener Raum, der maßgeblichen Persönlichkeiten aus der Zeit der Befreiungskriege gewidmet ist; in den einzelnen Nischen befanden sich Büsten der alliierten Herrscher (Zar Alexander I., Kaiser Franz I. und König Friedrich Wilhelm III.).

Des Weiteren werden jeweils zwei Heerführer der Mächte Russland, Österreich und Preußen gewürdigt, nämlich Schwarzenberg und Colloredo-Mansfeld (Österreich), Platow und Ostermann (Russland) sowie Blücher und Kleist (Preußen). Die Anlage ist inzwischen größtenteils zerfallen, aber in ihrer Konzeption noch gut erkennbar. Die zentrale Originalinschrift lautete:

Ein weiteres auffälliges Merkmal der Burg sind die zahlreichen in den Felsen gravierten Sinnsprüche, Aphorismen und Gedichte in deutscher Sprache, die großenteils noch heute gut lesbar sind.

Text übernommen aus „Felsenburg Vranov“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.

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