Festung
Zitadelle Wesel
Wesel citadel · 🇩🇪 Deutschland · 18. Jahrhundert
Die Zitadelle Wesel ist eine der größten erhaltenen Festungsanlagen des Rheinlands. Sie wurde zwischen 1688 und 1722 in Wesel nach Plänen von Johan de Corbin in Form eines fünfzackigen Sternes angelegt, wobei jede Zacke eine Bastion darstellte. Die Zitadelle war der Kern der Festung Wesel. Heute wird die Zitadelle als Kulturzentrum genutzt. Sie umfasst das LVR-Niederrheinmuseum Wesel, einen Teil des Städtischen Museums Wesel, die Musik- und Kunstschule Wesel und das Stadtarchiv Wesel und ist ein zentraler Veranstaltungsort der Weseler Kulturnacht.
Text übernommen aus „Zitadelle Wesel“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
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Die wesentlichen architektonischen Merkmale der Zitadelle gehen auf die Grundsätze von Sébastien Le Prestre de Vauban zurück, dem bedeutendsten Festungsbaumeister seiner Zeit. Die Baukosten der zwischen 1668 und 1700 errichteten Phase werden auf 373.452 Reichstaler geschätzt. Auch in den folgenden Jahren flossen erhebliche Mittel in den Bau; für die Jahre 1701 und 1702 beliefen sich die Kosten auf 221.600 Reichstaler. Die gesamte Festung Wesel war zu dieser Zeit mit 250 Kanonen bewaffnet.
1687 ordnete Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg den Bau einer Zitadelle an, um Wesel zu einer befestigten Stadt zu machen. Sie sollte im Süden der Stadt errichtet und mit der bestehenden Stadtbefestigung verbunden werden, ausgestattet mit 5 Bastionen und fünf Ravelins. Das Haupttor der Zitadelle wurde 1718 errichtet. Vermutlich vor Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Zitadelle an ihrer Süd- und Ostseite erweitert und verstärkt. In der Zeit der französischen Besatzung (1805–1814) errichteten die Franzosen in der Zitadelle ein zweigeschossiges Backsteingebäude, das noch heute steht: die alte Kaserne VIII.
Das Haupttor ist eindrucksvoll gestaltet; im Südflügel befindet sich eine Gefängniszelle, in der unter anderem elf Offiziere Ferdinand von Schills inhaftiert waren.
Aufgrund der Schleifung nach dem Ersten Weltkrieg in den Jahren 1919–1920 sind die alten Befestigungsanlagen heute nicht mehr vorhanden. Besonders in Richtung Rhein und Lippe, von wo der Feind gekommen wäre, sind die Befestigungen verschwunden. An das alte Tor dort erinnert nur noch ein Straßenname. Nach der Schleifung 1919/1920 nach dem Ersten Weltkrieg blieben folgende Gebäude erhalten:
Haupttor mit Kurtine, Brücke, Zwinger und Gräben aus dem Jahr 1718 (Jean de Bodt), 1823 saniert. Beherbergt heute die „Städtische Museum Abteilung Schillkasematte“. Auch dieses Tor ist befestigt, stellte aber eigentlich die Verbindung zur Stadt dar.
Offiziersgefängnis von 1727 (heute in Privatbesitz) Garnisonsbäckerei Nr. II von 1809.
Maschinell übersetzt aus „Wesel Citadel“ in der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Die Zitadelle Wesel steht weltweit auf Platz 4.108 von 8.133 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 319 der 505 in Deutschland verzeichneten. Die Gründung fällt auf um 1800 — früher als bei 13% der datierten Objekte des Atlas — eines von 556 Atlas-Objekten, die im 18. Jahrhundert gegründet wurden. Die Wikipedia-Artikel dazu wurden in den letzten 60 Tagen 1.083-mal geöffnet — mehr als 51% des Atlas. Der nächste Ausflugs-Guide ist Duisburg, 26 km entfernt. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie Deutschland abschneidet.
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Wo liegt die Zitadelle Wesel?
Die Zitadelle Wesel liegt in Deutschland, bei 51.6517°, 6.61528°.
Wann wurde die Zitadelle Wesel erbaut?
Der Atlas nennt als Gründungsjahr um 1800. Frühere Anlagen mögen an dieser Stelle bestanden haben; dies ist das älteste dokumentierte Gründungsjahr.
Wie bekannt ist die Zitadelle Wesel?
Im Bekanntheitsranking dieses Atlas: Platz 4.108 von 8.133 weltweit, Platz 319 in Deutschland. Bekanntheit misst hier, in wie vielen Wikipedia-Sprachversionen ein Denkmal steht und wie oft diese gelesen werden.
Welche Burg liegt in der Nähe von Zitadelle Wesel?
Die Burg Anholt, rund 25 km entfernt.
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