Ruine
Manderscheider Burgen
Castles of Manderscheid · 🇩🇪 Deutschland · 10. Jahrhundert
Nahe der Eifelstadt Manderscheid befinden sich die Ruinen zweier Burgen, deren Geschichte und Lage zueinander den mittelalterlichen Interessenkonflikt zwischen dem Kurfürstentum Trier und dem Herzogtum Luxemburg widerspiegeln.
Text übernommen aus „Manderscheider Burgen“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Mehr aus der englischsprachigen Wikipedia
Die Oberburg befindet sich auf einer Hügelkuppe, die zum Bau der Burg eingeebnet wurde. Sie besitzt, wie noch an den Ruinen zu erkennen ist, eine nahezu dreieckige Ringmauer und einen fünfgeschossigen Bergfried, der wieder zugänglich gemacht wurde. Vom Bergfried aus hat man einen klaren Blick auf die Niederburg, den Ort Manderscheid und die Landschaft des Liesertals.
Der Ortsname Manderscheid wird erstmals in einer Schenkungsurkunde Ottos II. an den Erzbischof von Trier aus dem Jahr 973 erwähnt. Dies ist jedoch, entgegen häufiger Darstellung in der Literatur, nicht die früheste Erwähnung der Burg, die erstmals urkundlich im Zusammenhang mit der Fehde um die Abtei St. Maximin vor Trier zwischen Graf Heinrich dem Blinden von Namur-Luxemburg und Erzbischof Albero von Trier zwischen 1141 und 1146 belegt ist. Die freien Herren von Manderscheid erscheinen erstmals 1142 in der Zeugenliste einer Schenkungsurkunde. Im 14. Jahrhundert gab das Dorf Obermanderscheid dem kurtrierischen Amt Manderscheid seinen Namen, das bis zum späten 18.
Jahrhundert bestand. Der Regierungssitz befand sich jedoch nicht auf der Burg, sondern in der Kellerei des Nachbardorfes, dem Kurfürst Balduin 1332 Stadtrechte verliehen hatte (nach anderen Quellen wurden diese von König Ludwig dem Bayern verliehen, unter anderem mit weiteren Rechten). Die örtlichen Besitzungen des Erzbischofs von Trier bildeten eine Art Brückenkopf in das umliegende souveräne Territorium Luxemburgs. 1673 wurde die Burg, noch im Besitz des Kurfürstentums, schließlich von französischen Truppen zerstört.
Heute: Die Ruinen der Oberburg wurden 1921 von der Gemeinde Manderscheid, auf deren Grund sie stehen, gründlich saniert und sind öffentlich zugänglich.
Heute: Die Ruinen der Niederburg befinden sich seit 1899 im Besitz des Eifelvereins, der sie langsam, aber stetig restauriert hat. Sie können während der Sommermonate täglich besichtigt werden. Auch geführte Gruppentouren sind auf Anfrage möglich. Die Burg kann zudem für private Veranstaltungen wie Hochzeiten gebucht werden.
Maschinell übersetzt aus „Castles of Manderscheid“ in der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Manderscheider Burgen steht weltweit auf Platz 4.793 von 8.134 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 366 der 505 in Deutschland verzeichneten. Die Gründung fällt auf 973 — früher als bei 93% der datierten Objekte des Atlas — eines von 138 Atlas-Objekten, die im 10. Jahrhundert gegründet wurden. Die Wikipedia-Artikel dazu wurden in den letzten 60 Tagen 1.472-mal geöffnet — mehr als 59% des Atlas. Im Umkreis von 25 km stehen 3 weitere Objekte des Atlas. Der nächste Ausflugs-Guide ist Trier, 40 km entfernt. Die Anlage gehört zu den 43 Objekten auf der Regionalkarte Moseltal. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie Deutschland abschneidet.
Auf der interaktiven Burgenkarte ansehen →Häufige Fragen
Wo liegt Manderscheider Burgen?
Manderscheider Burgen liegt in Deutschland, bei 50.0922°, 6.81833°.
Wann wurde Manderscheider Burgen erbaut?
Der Atlas nennt als Gründungsjahr 973. Frühere Anlagen mögen an dieser Stelle bestanden haben; dies ist das älteste dokumentierte Gründungsjahr.
Wie bekannt ist Manderscheider Burgen?
Im Bekanntheitsranking dieses Atlas: Platz 4.793 von 8.134 weltweit, Platz 366 in Deutschland. Bekanntheit misst hier, in wie vielen Wikipedia-Sprachversionen ein Denkmal steht und wie oft diese gelesen werden.
Welche Burg liegt in der Nähe von Manderscheider Burgen?
Die Bertradaburg, rund 17 km entfernt.
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