Burg
Frienstein
🇩🇪 Deutschland
Der Frienstein, auch als Vorderes Raubschloss bezeichnet, ist ein etwa 130 m hoher Fels in der Sächsischen Schweiz. Er liegt am Nordabhang des Großen Winterbergs in den Affensteinen und gehört zur Gemarkung Ostrau. Auf dem Felsen befand sich einst eine Burgwarte der Herrschaft Wildenstein. Heute ist der Frienstein ein beliebter Klettergipfel.
Text übernommen aus „Frienstein“ auf Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Mehr aus der englischsprachigen Wikipedia
Um 1410 wurde auf dem Frienstein von der der Familie Berka von Dubá gehörenden Herrschaft Wildenstein ein Wachturm als Signalstation errichtet. Dadurch konnte der Frienstein Verbindung mit den umliegenden Wachtürmen auf dem Winterstein, dem Neuen Wildenstein und dem Alten Wildenstein aufnehmen. 1451 fiel der Frienstein zusammen mit der übrigen Herrschaft an das Haus Wettin und damit an das Kurfürstentum Sachsen. In der Folgezeit hielten sich Raubritter auf dem Frienstein auf; noch 1479 gestand einer ihrer Helfer, dass „item beym Freynstein ist eyn loch..., do man die gefangen eynfurt zu peynigen“ (dort werden die Gefangenen gequält). Auf der ersten kartografischen Aufzeichnung Sachsens, einer Karte von Matthias Oeder aus dem Jahr 1592, ist der Fels als Freystein verzeichnet.
Auf dem heutigen Kletterweg „Alter Weg“ sind noch die aus dem Fels gehauenen Tritte und Stufen zu erkennen, die einst zum Aufstieg dienten. Auch im Gipfelbereich finden sich Spuren des Wachturms in Form von Ausnehmungen zur Verankerung eines hölzernen Beobachtungspostens.
An der Ostseite am Fuß des Felsens liegt die Idagrotte, eine große Felsspalte und Schichtfugenhöhle, die heute ein beliebtes Ausflugsziel ist. Sie ist nur über ein schmales Felsband erreichbar. In der Grotte sind noch Spuren mittelalterlicher Nutzung als Wohnbereich erkennbar.
Wegen ihrer Größe und leichten Erreichbarkeit ist die Idagrotte ein beliebtes Ziel für „Boofer“, wie man in Sachsen Wanderer nennt, die im Freien übernachten. In den letzten Jahren kam es jedoch wiederholt zu Fällen, in denen alkoholisierte Wanderer stürzten und schwer verletzt oder getötet wurden.
Der Frienstein ist ein bekannter Kletterfelsen im Kletterbiet Sächsische Schweiz, doch sein Gipfel ist für Wanderer nicht zugänglich. Der erste touristische Aufstieg erfolgte 1873, obwohl der Gipfel zuvor bereits mit Hilfsmitteln bezwungen worden war. Der heutige Weg, bekannt als „Alter Weg“, ist mit dem Schwierigkeitsgrad III eingestuft.
Maschinell übersetzt aus „Frienstein“ in der englischsprachigen Wikipedia, CC BY-SA 4.0.
Der Frienstein steht weltweit auf Platz 4.344 von 8.133 im Burgen-Bekanntheitsranking des Atlas und Nr. 332 der 505 in Deutschland verzeichneten. Im Umkreis von 25 km stehen 13 weitere Objekte des Atlas. Der nächste Ausflugs-Guide ist Děčín, 16 km entfernt. Sehen Sie in der Burgen-Statistik, wie Deutschland abschneidet.
Auf der interaktiven Burgenkarte ansehen →Häufige Fragen
Wo liegt der Frienstein?
Der Frienstein liegt in Deutschland, bei 50.91206°, 14.24581°.
Wie bekannt ist der Frienstein?
Im Bekanntheitsranking dieses Atlas: Platz 4.344 von 8.133 weltweit, Platz 332 in Deutschland. Bekanntheit misst hier, in wie vielen Wikipedia-Sprachversionen ein Denkmal steht und wie oft diese gelesen werden.
Welche Burg liegt in der Nähe von Frienstein?
Der Winterstein (Sächsische Schweiz), rund 2 km entfernt.
Weitere Burgen in Deutschland
- Schloss Neuenstein Deutschland · 12. Jahrhundert
- Schloss Wolfsgarten Deutschland · 18. Jahrhundert
- Rumpenheimer Schloss Deutschland
- Schloss Neuenburg (Freyburg) Deutschland · 12. Jahrhundert
Weitere Burgen
- Schloss Baugé Frankreich · 15. Jahrhundert
- Schloss Grimaldi Frankreich · 14. Jahrhundert
- Schloss Jánský Vrch Tschechien · 13. Jahrhundert
- Parechi Türkei · 9. Jahrhundert